Startseite Neuigkeiten Seite drucken Auf die Herkunft kommt es an – auch bei der Oster-Deko!

Auf die Herkunft kommt es an – auch bei der Oster-Deko!

Hasen, Hühner, Eier und Körbchen mit grün gefärbter Holzwolle – es gibt viele Deko-Artikel aus Holz, die unser Zuhause an Ostern schöner machen. Und die meisten sind für ein paar wenige Franken zu haben. Doch woher stammt eigentlich das Holz, aus dem diese Produkte gemacht sind? Auch oder gerade in Zeiten des Online-Einkaufs ist es lohnenswert, sich ein paar Gedanken zu ihrer Nachhaltigkeit zu machen.  


«Bei vielen Deko-Artikeln aus Holz können die Konsumenten nicht wirklich nachvollziehen, woher das Holz kommt respektive wie es produziert wurde», sagt Olin Bartlome, Geschäftsführer von PEFC Schweiz. „Das Herstellungsland und die Holzart allein sagen nämlich noch nichts darüber aus, ob das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern oder aber aus Raubbau stammt.“ Sein Tipp ist darum: Auch bei der Bestellung von Deko-Artikeln auf das Nachhaltigkeitslabel PEFC achten. Es steht für Holz, das aus Wäldern stammt, in denen strenge ökologische und soziale Standards gelten.
Ein Grossteil des Holzes, aus dem günstige Dekorationsgegenstände gemacht sind, kommt aus China oder anderen Ländern Ostasiens. Beliebt ist zum Beispiel das Holz des Blauglockenbaums (Paulownia tomentosa). Es ist hell, besitzt eine gleichmässige Struktur und einen seidigen Glanz. In China wachsen diese Blauglockenbäume meist auf sogenannten Schnellwuchsplantagen, wo sie bereits nach vier Jahren eine Wuchshöhe von acht Metern erreichen und nach gerademal 12 bis 15 Jahren geerntet werden. Damit wächst der Blauglockenbaum doppelt so schnell wie die in der Schweiz beheimatete, ebenfalls schnellwachsende Pappel.
Der Plantagenanbau bringt häufig ökologische Probleme mit sich. Schnellwachsende Monokulturen haben einen hohen Wasserbedarf, laugen oft die Böden aus und sind anfälliger gegen Schädlinge. In einigen Ländern wird sogar wertvoller Urwald für sie gerodet. Und viele der importierten Hölzer haben einen sehr langen und energieintensiven Transport hinter sich. Dies steht in keinem Verhältnis zu der oft sehr kurzen Einsatz- respektive Lebensdauer der Deko-Artikel bei uns. Es lohnt sich also, den Aufwand und den Nutzen zu hinterfragen und beim Kauf auf Nachhaltigkeit zu achten. Es sollten deshalb möglichst Deko-Artikel und Accessoires aus heimischen Laub- und Nadelhölzern gekauft werden, bei Anbietern, die über die nachhaltige Herkunft Auskunft geben können.